Spielbanken leiden unter Rauchverbot
[27.03.2008]
Einbrüche verzeichnen die bayerischen Spielbanken in den ersten beiden Monaten dieses Jahres: Um etwa ein Viertel ging der Spielertrag zurück. Auch die Besucherzahlen verminderten sich, sowohl im Roulette-Saal, deutlich mehr aber noch im Automaten-Saal. Dies bekam auch das Kissinger Casino zu spüren. Hauptursache dafür ist für Erwin Horak, Präsident der Staatlichen Lotterieverwaltung, das neue Nichtraucher-Schutzgesetz.
Nicht nur Gaststätten- und Festzeltbesucher hat die bayerische Staatsregierung mit ihrem Gesetz zum Schutz von Nichtrauchern getroffen und verärgert. Auswirkungen, und zwar ziemlich drastisch, hatte es im Januar und Februar auch auf die neun bayerischen Spielbanken. Über 26 Prozent Rückgang beim Spielertrag bayernweit sei ein deutlicher Fingerzeig, so Erwin Horak.
Otmar Lutz, Direktor der Bad Kissinger Spielbank, schließt sich dieser Einschätzung an. Seit Jahresanfang sei im Automaten-Saal ein deutlicher Abwärtstrend zu beobachten. Im Januar gab es laut Lutz beim Spielergebnis ein Minus von 34 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat), im Februar waren es zehn Prozent. Auch die Besucherzahlen seien rückläufig, so Lutz. Im Januar kamen 28 Prozent Besucher weniger, im Februar waren es 22 Prozent.
Quelle: mainpost.de

